Auf den Spuren des frühen Mittelalters

Bensheim | Die BOplus hatte an einem sonnigen Juli-Tag das Vergnügen, das auf eine über 1.200-jährige Geschichte zurückblickende historische Kloster Lorsch zu besuchen, welches malerisch eingebettet in der idyllischen Landschaft von Lorsch liegt.

Bereits bei der Ankunft beeindruckte die imposante Klosteranlage mit ihrer Architektur und dem meditativen Flair. Der Eintritt führte uns zunächst in den Kreuzgang, einem schattigen Innenhof, umgeben von romanischen Säulen und filigranen Steinmetzarbeiten. Die BOplus-Teilnehmenden hatten ja bereits selbst im Berufsbildungs- und Technologiezentrum einige handwerkliche Erfahrungen gesammelt.

Das Highlight ihres Besuchs war aber zweifellos die berühmte Karolingerhalle, die auch als "Königshalle" bekannt ist. Diese prächtige Halle beeindruckte mit ihren kunstvollen Verzierungen, riesigen Fenstern und dem Dachstuhl. In der Halle selbst wurden historische Artefakte und Ausstellungsstücke aus der karolingischen Epoche ausgestellt. Hier konnte die wunderbare Handwerkskunst der früheren Meister bewundert und bestaunt werden. Besonders der ehemalige Maurer der Gruppe konnte seinen Kollegen verdeutlichen, dass diese Techniken selbst mit den heutigen Werkzeugen und dem erhaltenen Wissen nicht leicht herzustellen seien und er versicherte, dass mit den damaligen Mitteln nur besondere Fachleute so ein Kunstwerk erschaffen konnten. Er wies auf Besonderheiten im Stein hin, was in der Gruppe eine rege Diskussion auslöste, bei der die Teilnehmenden ihre eigenen Erfahrungen, die sie im Handwerk gesammelt hatten, einbrachten. Die Teilnehmenden äußerten den Wunsch als Team ebenfalls etwas zu bauen, was sie dann als Erinnerungsstück an ihre Gruppe im Bildungswerk ausstellen könnten.

Während ihres Besuchs wurde die Gruppe von einem sachkundigen Guide geführt. Die Führung vermittelte nicht nur historisches Wissen über das Kloster und seine Bedeutung, sondern auch Anekdoten und Geschichten, die die Vergangenheit lebendig werden ließen. Erst durch diese Führung wurde den zumeist jungen Teilnehmenden bewusst, dass es nicht immer selbstverständlich war, dass die Menschen lesen und schreiben konnten und welche Bedeutung das geschriebene Wort bis heute für die Menschheit hat. Deutlich wurde auch die bedeutende Arbeit der Mönche in diesem Kloster, die in mühseliger Kleinstarbeit wundervolle Bücher vervielfältigten.

Der angrenzende Klostergarten war ein Ort der Ruhe und Entspannung. Hier konnte man zwischen duftenden Kräutern spazieren und die Schönheit der Natur genießen. Die Gartenanlage war liebevoll gestaltet und bot einen harmonischen Kontrast zur imposanten Architektur des Klosters.

Der Besuch des Klosters Lorsch war zweifellos eine bereichernde Erfahrung und stärkte den Zusammenhalt der Teilnehmenden.

 

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