Jede Zukunft beginnt mit einer Chance
Wetzlar | Zehn Jahre berufliche Orientierung, Sprachförderung, betriebliche Praxis und intensive Begleitung auf dem Weg in Ausbildung: Am 14. August 2026 feierten die Standorte Dillenburg und Wetzlar beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. (BWHW) gemeinsam das zehnjährige Bestehen des Landesprojektes Wirtschaft integriert.
Unter dem Motto „Danke für 10 Jahre“ kamen Teilnehmende, Ausbildungsbetriebe, Mitarbeitende, Projektpartner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildungsarbeit beim BWHW in Wetzlar zusammen. Im Mittelpunkt standen vor allem die Menschen, deren berufliche und persönliche Wege durch Wirtschaft integriert nachhaltig verändert wurden.
Zehn Jahre gelebte Teilhabe
Eröffnet wurde die Jubiläumsveranstaltung von Franziska Richter, Regionalleiterin beim BWHW. In ihrer Begrüßung würdigte sie die Leistungen der Teilnehmenden und dankte den zahlreichen Betrieben, Mitarbeitenden und Netzwerkpartnern, die das Programm seit vielen Jahren unterstützen.
„Zehn Jahre Wirtschaft integriert stehen für zehn Jahre gelebte Teilhabe, erfolgreiche Zusammenarbeit und viele persönliche Erfolgsgeschichten“, betonte Franziska Richter. „Besonders beeindruckend ist, mit welchem Mut und welcher Ausdauer die Teilnehmenden ihren beruflichen Weg gehen. Unser Dank gilt zugleich den Betrieben und Netzwerkpartnern, die bereit sind, Potenziale zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und jungen Menschen echte Chancen zu eröffnen.“
Im anschließenden Grußwort unterstrich Melanie Maurer aus dem Referat für Berufliche Bildung im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum die Bedeutung des Landesprojektes für die berufliche Integration und die Fachkräftesicherung in Hessen. Die Erfahrungen der vergangenen zehn Jahre zeigten, wie wichtig verlässliche Förderstrukturen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Bildungsarbeit und Wirtschaft sind.
Persönliche Wege standen im Mittelpunkt
Ein Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung war die von Ellen Zickner, Teamleiterin beim BWHW, moderierte Podiumsrunde. Sie brachte die unterschiedlichen Perspektiven des Hessischen Wirtschaftsministeriums, eines ehemaligen und eines aktuellen Teilnehmers, eines Ausbildungsbetriebes, der Sprachförderung sowie des BWHW-Projektteams miteinander ins Gespräch.
So berichtete unter anderem Forumba Cherif, ehemaliger Teilnehmer der BOplus, über seinen Weg von der beruflichen Orientierung bis in seine heutige Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker bei der WK Wärmetechnische Anlagen Kessel- und Apparatebau GmbH. Gemeinsam mit dem Fertigungsleiter, Roland Einloft, machte er deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen persönlicher Motivation, verlässlicher Begleitung und der Bereitschaft eines Betriebes ist, jungen Menschen eine Chance zu geben.
Für Moderatorin Ellen Zickner waren die persönlichen Schilderungen ein besonderer Moment der Veranstaltung: „Die Gespräche auf dem Podium haben eindrucksvoll gezeigt, was Wirtschaft integriert im Leben einzelner Menschen bewirken kann. Hinter jedem beruflichen Erfolg stehen persönliche Anstrengung, Vertrauen und viele Menschen, die gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Die Offenheit unserer Podiumsgäste hat spürbar gemacht, weshalb sich diese Form der Unterstützung lohnt.“
Ausbildung gelingt nur gemeinsam
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass erfolgreiche Integration in Ausbildung kein einmaliges Ereignis ist. Sie ist ein Prozess, der Zeit, Vertrauen und verlässliche Ansprechpersonen benötigt. Schwierigkeiten werden dabei nicht als Scheitern verstanden, sondern als gemeinsame Aufgabe von Teilnehmenden, Betrieben und pädagogischer Begleitung.
Das BWHW dankte allen Teilnehmenden, Ausbildungsbetrieben, Lehrkräften, Dozentinnen und Dozenten, Berufsschulen, Kammern, Jobcentern, Arbeitsagenturen, politischen Verantwortlichen und weiteren Netzwerkpartnern, die Wirtschaft integriert in den vergangenen zehn Jahren unterstützt und mit Leben gefüllt haben.

